Amateuerfunkverordnung - AFuV

Die Amateurfunkverordnung word AFuV abgekürzt. Sie ist auf der Grundlage des Amtateurfunkgesetzes ergangen und stammt aus dem Jahr 2005.

Die Verordnung

Die Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk regelt Einzelheiten zum Amateurfunkgesetz regeln. Die erste Amateurfunkverordnung stammt bereits aus dem Jahr 1949. Zuletzt wurde sie im Jahr 2005 mit der aktuell gültigen Fassung überarbeitet.

Eingangsformel
§ 1 Anwendungsbereich
§ 2 Begriffsbestimmungen
§ 3 Zulassung zur Prüfung
§ 4 Prüfungsanforderungen und Prüfungsinhalte
§ 5 Durchführung der Prüfung
§ 6 Prüfungsausschuss
§ 7 Amateurfunkzeugnis
§ 8 Anerkennung von Prüfungsbescheinigungen und Genehmigungen
§ 9 Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst
§ 10 Rufzeichenzuteilung
§ 11 Rufzeichenanwendung
§ 12 Ausbildungsfunkbetrieb
§ 13 Fernbediente oder automatisch arbeitende Amateurfunkstellen
§ 14 Klubstationen
§ 15 Rufzeichenliste
§ 16 Technische und betriebliche Rahmenbedingungen für Amateurfunkstellen
§ 17 Störungen und Maßnahmen bei Störungen
§ 18 Gebühren und Auslagen
§ 19 Übergangsregelungen
§ 20 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Anlage 1
Anlage2

Historischer Überblick

Im Jahr 1949 gab es zwei Lizenzklassen. Es existierte die Klasse A mit einem eingeschränkten Zugang zu den Kurzwellenbändern. Die Amateurfunkprüfung war leichter, da sie mit langsameren Morsezeichen in der Telegrafieprüfung arbeitete. Weiter existierte die Klasse B für alle dem Amateurfunk zugewiesenen Kurzwellenbändern. Damals war noch die Militärregierung zuständig, später dann das Bundespostministerium und die Deutschen Bundespost.

Im Jahr 1961 wurden erstmals Funkfernschreiben erlaubt.

Eine große Novelle gab es 1967. In jenem Jahr führte man die C-Lizenzen ein. Hierzu brauchte man keine Prüfung in Telegraphie ablegen. Zur gleichen Zeit ließ man das Amateurfunkfernsehen zu. Im Jahr 1971 erfolgte eine Zulassung des Satellitenfunkverkehrs als Amateurfunkdienst über Satelliten.

Im Rahmen der Postreform wurde für die Aufsicht über den Amateurfung letztendlich das Bundesamt für Post und Telekommunikation zuständig.

1997 wurde das Amateurfunkgesetz überarbeitet und neu gefasst. Einher ging die Neufassung der AFuV. Man führte darin die Amateurfunkzeugnisse ein. Es gab damit eine Separation der Prüfungsbescheinigung und der Zuteilung des Rufzeichens. Die Prüfungsbescheinigung wurde nach CEPT standardisiert. Das gestattete die Nutzung der im Frequenznutzungsplan dem Amateurfunk zugewiesenen Frequenzen. Die Früheren Lizenzklassen A und B bündelte man zur neuen Klasse 1. Die Klasse C hieß nun Klasse 2. Eine dritte Klasse verlangte nur grundlegende Kenntnisse in der Amateurfunkprüfung. Mit ihr konnte man nur mit kleiner Leistung auf einigen UKW-Amateurfunkbändern senden. Die Klassen 1 und 2 hatten nur noch einen Unterschied: durch die bestandene Telegraphie-Prüfung für die Klasse 1.

Ab Anfang 1998 erhielt das Bundesamt für Post und Telekommunikation einen neuen Namen. Es hieß seither Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

Am 15. August 2003 erlaubte das Bundeswirtschaftsministerium, dass Inhaber der Klasse 2 sämtliche zur Verfügung stehenden Frequenzbereiche des Amateurfunkdienstes vorübergehend nutzen durften. Hintergrund war die WRC (World Radio Conference) des Jahres 2003, die festgelegt hatte, dass die Amateurfunkverwaltungen selber entscheiden durften, ob eine Telegraphieprüfung für den Kurzwellenzugang gefordert wird oder nicht. Für 18 Monate wurden also Verstöße gegen die Amateurfunkverordnung toleriert. Mit Wirksamwerden der heute geltenden Amateurfunkverordnung am 19. Februar 2005 wurde diese Übergangsregelung aufgehoben.

Seither gilt folgendes: Die neue Klasse A beinhaltet die bisherigen Amateurfunkklassen 1 und 2, die neue Klasse E die bisherige Klasse 3. Die Regelungen im Einzelnen durfte jetzt die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) treffen. Sie bestimmt etwa die Prüfungsinhalte, die Verteilung der Rufzeichen-Präfixe auf die Amateurfunkzeugnisklassen. Es werden nun nicht mehr bestimmte Betriebsarten erlaubt oder genehmigt, sondern allein die Bandbreite der Aussendungen begrenzt.

Im Jahr 2006 erfolgte die letzte Überarbeitung der Amateurfunkverordnung. Die Klasse E wurde neu strukturiert. Betriebsrechte wurden erweitert. Die Klasse A erhielt zudem zusätzliche Frequenzbereiche im 40-m-Band und im 6-m-Band. Die Klasse E bekam zu den Amateurbändern auch einige Kurzwellenbänder, nämlich das 160-m-Band, das 80-m-Band, das 15-m-Band und das 10-m-Band. Auch die maximal zulässige Ausgangsleistung im KW wurde erhöht. Und zwar darf nun auf der KW mit 100W PEP und auf der UKW mit 75W PEP gesendet werden. Im 3-cm-Band darf mit 5W PEP gefunkt werden. Auch die Prüfungsordnung wurde verändert. Man kann nun von der Klasse E zur Klasse A aufzustocken und muss nicht die vollständige A-Prüfung ablegen. Das wurde dadurch ermöglicht, dass die Amateurfunkprüfungen jetzt hinsichtlich Betriebstechnik und Gesetzeskunde gleich sind. Nur im Prüfungsbereich Technik fragt die Prüfung bei der Klasse-E-Prüfung lediglich Grundlagen ab.